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Landis & Gyr

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Landis und Gyr sind die Namen zweier schweizerischen Industriellen, auf die die Gr�ndung der Firma Landis & Gyr in Zug zur�ckgeht. Der einstige Z�hlerhersteller, dessen in den 1940er gestartete Building Control-Aktivit�ten 1996 zu Landis & Staefa wurden und seit 1998 das Kerngesch�ft des Siemens-Bereiches Building Technologies bilden, firmiert seit 2002 als Landis+Gyr und f�hrt das 1896 in Zug begonnene Elektrizit�ts-Z�hlergesch�ft heute mit weltweit �ber 4'000 Mitarbeitenden weiter.

Contents

Die wichtigsten Gesch�ftsinhalte der Landis & Gyr

Messen, Steuern, Regeln war die Kernausrichtung des ehemals eigenst�ndigen Unternehmen mit unterschiedlichen Gesch�ftsinhalten:

Utilities

  • [[Elektrizit�tsz�hler]]

Comfort Control

  • [[Heizungs,- L�ftungs- und Klimatechnik]], [[Geb�udeautomation]]

Industiekomponenten und Telefonie

Die Zergliederung des Unternehmens

Sp�ter wurde das Unternehmen zergliedert in (alphabetische Reihenfolge):

  • IPM PayPhone Systems GmbH. Mit �bernahme der Landis & Gyr Communications durch die IPM Gruppe im Jahre 2001 wurden die ehemaligen Aktivit�ten der Landis & Gyr und der IPM in Deutschland unter dem Namen IPM PayPhone Systems GmbH vereint.
  • Das Z�hlergesch�ft ging zur "neuen" Landis+Gyr
  • Der Bereich "Comfort Control wirde Bestandteil der "Siemens Building Technologies
  • Telegyr - Systems

Die Geschichte der Landis & Gyr

Richard Theiler gr�ndet in Zug (Stadt), Schweiz zusammen mit Adelrich Gyr-Wickart das �Electrotechnische Institut Theiler & Co� und beginnt mit der Fertigung von Elektrizit�tsz�hlern, Telefoninduktoren (Telefoninduktionsz�hler) und Phonographen.

In der Person von Ingenieur Heinrich Landis findet Firmengr�nder Theiler einen Teilhaber, der die Firma unter dem Namen �Heinrich Landis, vormals Theiler & Cie� weiterf�hrt.

Infolge der st�rmischen Nachfrage nach Elektrizit�tsz�hlern sieht sich Heinrich Landis nach einem Partner um. Diesen findet er in Dr. Karl Heinrich Gyr, der mit vision�rer Weitsicht das Fundament f�r die erfolgreiche Entwicklung des nun als Landis & Gyr firmierenden Unternehmens legt. Belegschaft: 55, Umsatz: 200.000 Schweizer Franken.

Die ersten Tochtergesellschaften im Ausland werden gegr�ndet: in London, Wien und Frankfurt mit Werken in Berlin und Rastatt.

Das Zuger Unternehmen wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt: Aktienkapital: 2,6 Mio. Schweizer Franken. Belegschaft: 500, Umsatz: 4 Mio. Schweizer Franken.

Landis & Gyr macht den ersten Schritt nach �bersee: In New York wird eine Verkaufsniederlassung gegr�ndet und in Melbourne, Australien, eine Zweigniederlassung er�ffnet. Belegschaft Zug: 1.100.

Dem weiteren Wachstum an der Hofstrasse in Zug sind Grenzen gesetzt; Landis & Gyr expandiert weiter auf dem neu erworbenen Areal an der Gubelstrasse in Zug und beteiligt sich in Genf an der Firma Sodeco, die Elektrizit�tsz�hler herstellt.

Dr. Karl Heinrich Gyr gr�ndet die �W�rmetechnische Abteilung�. Dank des prosperierenden Z�hlergesch�fts kann der neue Bereich aufgebaut und zu einem bedeutenden Gesch�ftszweig entwickelt werden. Das Fundament f�r das zweite Standbein Building Control wird geschaffen.

Die Landis & Gyr Holding AG wird gegr�ndet. �ffnung f�r Publikumsaktion�re und erstmalige Ver�ffentlichung des Jahresberichts. Mitglieder der Familie Gyr �bernehmen die Leitung: Dr. Andreas C. Brunner und Gottfried Straub setzen das Werk ihres Schwiegervaters Dr. Karl Heinrich Gyr fort und f�rdern den weltweiten Ausbau. Belegschaft: 7.800 weltweit, Umsatz: 80 Mio. Schweizer Franken.

Die Sodeco S.A in Genf produziert neben Elektrizit�tsz�hlern auch Telefongeb�hrenz�hler. Das bringt Landis & Gyr auf die Idee, auch Telefone herzustellen. In der Folge werden 1958 die ersten M�nztelefone nach Holland geliefert. Das dritte Standbein, der Bereich Communications, wird aufgebaut.


Als eines der ersten Unternehmen in der Schweiz f�hrt Landis & Gyr in Zug die gleitende Arbeitszeit ein. Der erste elektronische Pr�zisions-Elektrizit�tsz�hler wird eingef�hrt.

Das Unternehmen feiert sein 75-Jahre-Jubil�um; Gr�ndung der �Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr�.

In den USA erwirbt Landis & Gyr die Z�hlerfirma Duncan Electronics in Lafayette, Indiana. Belegschaft: 15.500 weltweit, Umsatz: 900 Mio. Schweizer Franken.

Als neue Pionierleistung auf dem Gebiet der Elektrizit�tsz�hlung f�hrt Landis & Gyr die erste Generation digitaler Elektrizit�tsz�hler f�r Industrie- und Gewerbeanwendungen ein.


Nach dem Ausscheiden von Dr. Andreas C. Brunner und Gottfried Straub aus der F�hrungsverantwortung �bernimmt ein neues, erstmals nicht mehr aus Mitgliedern der Gr�nderfamilien bestehendes Management mit Dr. Georg Krneta als [[Verwaltungsratspr�sident]] und Dieter Syz als Konzernchef die Aufgabe, den Konzern im Rahmen der neuen Marktanforderungen weiterzuentwicklen. Wolf Klinz wird Mitglied der Konzernleitung der Landis & Gyr AG.

Es folgt die gr�sste Akquisition, die Landis & Gyr je get�tigt hat: In Chicago wird MCC Powers �bernommen, bereits damals ein Unternehmen mit einer ausgezeichneten Position im US-Markt im Bereich [[Geb�ude-Management]]. Die Erbengemeinschaft Karl Heinrich Gyr ver�ussert ihre Beteiligung an Landis & Gyr. Neue Aktion�rin wird die Dr. Stephan Schmidheiny nahestehende Holding Unotec. Belegschaft: 16.000 Mitarbeiter, Umsatz 1.600 Millionen Schweizer Franken.

Der Technologiewandel und die sich abzeichnende Globalisierung der M�rkte als Folge der zunehmenden Liberalisierung und Deregulierung erfordern eine Neuausrichtung des Konzerns. Diese wird unter Verwaltungsratspr�sident Dr. Georg Krneta und Dr. Willy Kissling als neuem Pr�sidenten der Konzernleitung von Landis & Gyr eingeleitet.


Die Entwicklung und Markteinf�hrung elektronischer Produkte wird vorangetrieben. Landis & Gyr lanciert den ersten elektronischen Haushaltsz�hler.


Die mechanische Teilefertigung im Konzern wird aufgegeben und die Apparatemontage auf wenige �berregionale Produktionszentren konzentriert. In der Folge m�ssen in Europa 10 Werke geschlossen werden. Das System- und Dienstleistungsgesch�ft wird ausgebaut. Wolf Klinz scheidet als Mitglied aus der Konzernleitung der Landis & Gyr AG aus.

Zukunftsgerichtete Produktionsst�tten sind Ausdruck des global t�tigen Unternehmens. Landis & Gyr entwickelt sich zu einem marktorientierten Anbieter von L�sungen f�r Energieeffizienz und Geb�udewirtschaftlichkeit. Die weltweite Erfahrung mit Telefonwertkarten dient Landis & Gyr als Basis f�r den Einstieg in die Chipkarten-Technologie f�r Verrechnungssysteme in der Telefonie und im Energiebereich.

Mit der Ausrichtung nach Marktsegmenten und der Etablierung von drei Hauptquartieren in den Regionen Europa, Amerika und Asien-Pazifik wird Kundenn�he global und vor Ort sichergestellt. Die [[Rentabilit�t]] wird verbessert und damit die Voraussetzung f�r die Zukunft in einem ver�nderten Wirtschaftsumfeld geschaffen. Belegschaft 16.000 Mitarbeiter, Umsatz 2.900 Millionen Schweizer Franken.

Landis & Gyr feiert mit einer Vielzahl von Anl�ssen ihr 100-Jahre-Jubil�um. Im Jubil�umsjahr �bernimmt die schweizerische Elektrowatt-Gruppe die Aktienmehrheit an Landis & Gyr. Aus dem Zusammenlegen der Building Control-Aktivit�ten von Landis & Gyr und Staefa Control Systems sowie aus der Partnerschaft mit Cerberus resultiert eine deutliche St�rkung der gesamten Gruppe. Die drei Gesch�ftseinheiten Landis & Staefa, Landis & Gyr Utilities und Landis & Gyr Communications werden in die Elektrowatt-Gruppe integriert. Vorsitzender der Gesch�ftsleitung ist Oskar K. Ronner

Zu Jahresbeginn wird bekannt, dass Siemens die Beteiligung der Credit Suisse Group am Industriebereich der Elektrowatt �bernehmen wird. Die Siemens beabsichtigt, Landis & Staefa, Cerberus und Landis & Gyr Utilities zum Zentrum ihrer weltweiten Aktivit�ten in den Bereichen Geb�ude- und Sicherheitstechnik sowie im Bereich Stromz�hler auszubauen.

Siemens erwirbt die Beteiligung der Credit Suisse Group am Industriebereich der Elektrowatt.

Am 1. April 1998 schliessen sich das 1892 gestartete Z�hlergesch�ft der Siemens mit dem Stammhaus in N�rnberg und Landis & Gyr Utilities in der neu gegr�ndeten Siemens Metering AG mit Sitz in Zug (Stadt) zusammen. Damit vereinigen sich der zweit- mit dem drittgr�ssten Hersteller zum neuen globalen Marktf�hrer f�r qualitativ hochwertige Elektrizit�tsz�hler.

Der fr�her zu Landis & Gyr Utilities geh�rende Bereich Utility Network Management wird auf denselben Zeitpunkt ausgegliedert und als eigenst�ndige Firma Telegyr Systems mit Sitz in Zug (Stadt) weitergef�hrt.

Das Produktsegment Visual Security Devices, fr�her Teil von Landis & Gyr Communications, wird ebenfalls per 1. April 1998 als eigenst�ndige Firma OVD Kinegram AG mit Sitz in Zug (Stadt) weitergef�hrt.

Die Payphone- und Chipkarten-Aktivit�ten von Landis & Gyr Communications werden an eine Investorengruppe mit Texas Pacific Group und privaten Schweizer Investoren verkauft.

Zum 1. Oktober 1998 wird der neue Bereich Siemens Building Technologies gegr�ndet. Die Divisionen Landis & Staefa und Cerberus bilden den Kern dieses Bereichs mit Sitz in der Schweiz.

Damit ist das Unternehmen Landis & Gyr Geschichte geworden.

Was danach geschah...

Im Rahmen von globalen Restrukturierungsprogrammen reduziert Siemens Metering vorhandene �berkapazit�ten und eliminiert die aus dem Zusammenschluss der zwei ehemaligen Konkurrenten entstandenen Doppelspurigkeiten. Es kommt zur Schliessung verschiedener europ�ischer Fertigungsstandorte, zur Straffung von Prozessen sowie zur Auslagerung von nicht zum Kerngesch�ft geh�renden Aktivit�ten wie beispielweise der Leiterplattenfertigung.

Als Reaktion auf den unver�ndert unter �berkapazit�ten und daraus resultierendem Preisverfall bei Stromz�hlern leidenden Markt, leitet Siemens Metering eine weitere Konzentration und B�ndelung der Fertigungskapazit�ten ein. Ziel ist die Konzentration aller Volumenprodukte in einer Fertigung je Kontinent.


Der Zentralvorstand der Siemens AG beschliesst, das Gesch�ftsgebiet Metering vom Rest der Siemens-Organisation zu entflechten und per 1. April 2002 als Stand-alone-Business zu f�hren. Das Gesch�ft wird in weltweit 26 unabh�ngige juristische Einheiten transferiert. Kurz darauf entscheidet sich die Siemens AG zum R�ckzug aus dem Metering-Gesch�ft. Siemens verbleibt Minderheitsaktion�rin am vom amerikanischen Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts & Co mehrheitlich �bernommenen Z�hlergesch�ft. Die 1977 gegr�ndete Investmentgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co, welche selbst oder im Auftrag von Investoren in Management Buyouts investiert, plant eine finanzielle Beteiligung des leitenden Managements am neu entstehenden Untenehmen.

Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung wird eine Konzentration auf das Apparategesch�ft sowie eine Abspaltung des IT-Systemgesch�ftes eingeleitet.

Der seit 1. November 2002 wieder als Landis+Gyr firmierenden Gruppe gelingt bereits im ersten Gesch�ftsjahr der erfolgreiche Turnaround. F�r Kohlberg Kravis Roberts & Co sind damit die wichtigsten Kriterien erf�llt, um die Verantwortung f�r die Weiterentwicklung der Gruppe einem strategische Interessen verfolgenden Eigent�mer zu �bergeben.

Damit f�hrt die aus weltweit 26 unabh�ngigen juristischen Einheiten bestehende, neue Landis+Gyr-Gruppe weiter, was Richard Theiler 1896 in Zug mit seinem "Electrotechnisches Institut Theiler & Co." begann und seit 1905 ohne Unterbruch als Firmen-, respektive Produktname als G�tesiegel auf den Zifferbl�ttern von Millionen von Stromz�hlern auf der ganzen Welt prangt: Landis+Gyr.

So wurde aus der Landis & Gyr eine Landis + Gyr.

Per 1. Oktober 2004 �bernimmt die australische Bayard Capital die aus 3,300 Mitarbeitenden in 28 Gesellschaften weltweit bestehende Gruppe. Im Zuge ihrer Wachstumsstrategie plant der neue Eigent�mer, Landis+Gyr zur treibenden Kraft f�r nachhaltiges und ressourcenschonendes Energiemanagement zu entwickeln.


Kategorie:Wirtschaftsgeschichte Kategorie:Unternehmen

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